Wieder eine Entscheidung

"Nur dem, der Mut hat, den Weg zu gehen, offenbart sich der Weg." Paolo Coelho

 

Im November 2017 bin ich auf's Land gezogen in ein kleines Dorf namens Hürben. Davon hatte ich vorher noch nie etwas gehört :-) Hier lebe ich jetzt mit meinem Lebenspartner und hier habe ich meine neuen Arbeitsräume geschaffen.

 

 

 

Heute habe ich wieder eine Entscheidung getroffen.

 

Das erste Mal bin ich mit dem Auto nach Hause gefahren. Seit November 2017 pendle ich zwischen Remseck und Giengen mit dem Zug. Eine Entscheidung, welche die Folge meines Umzugs aufs Land war. Ja. Entscheidungen habe ich in den letzten Monaten eine nach der anderen getroffen. Doch das dies mein Jahr wird, das konnte ich letztes Jahr noch nicht sehen.

 

Zu Beginn des Jahres 2017 sah alles noch anders aus. Eine Beziehung endete tragisch und ich glaubte, das Glück hat mich verlassen. Nach dem Schock und der Trauer kamen immer wieder auch Momente der Hoffnung. Zum Glück hatte ich in der Vergangenheit gelernt, dass Veränderung zu meinem Wachstum führt. Auch wenn dies mit Schmerz und Loslassen verbunden ist. 

 

Ich hatte außerdem das große Glück, dass ich wunderbare Freundinnen an meiner Seite hatte und ich nahm professionelle Hilfe an. So gelang es mir, die Aufgabe Schritt für Schritt zu meistern, die das Universum bzw. meine Seele für mich vorbereitet hatte.  Es gab mutige und motivierte Tage abwechselnd mit kraftlosen und an mir zweifelnden Tagen. Halt gaben mir Freunde, meine Kinder, mein Hobby und meine Arbeit. Im Sommer wendete sich das Blatt. Zu einem Zeitpunkt, an dem ich es am wenigsten vermutete traf ich auf den Mann, der genau so war, wie ich es mir immer erträumt hatte. Nur... er wohnte 110 km weit entfernt.

 

Die Löwin in mir war mutig und ich hatte in den letzten Jahren immer mehr gelernt, meiner Herzensweisheit zu vertrauen. Ja, mein Herz wusste ganz genau, was gut für mich ist. Und was ist schon Entfernung, wenn zwei Herzen sich gefunden haben und glücklich sind.

 

Nach einigem Hin- und Herpendeln, wunderbaren Wochenenden und der Sehnsucht und vielen Telefonaten zwischen den Wochenenden fand ich für mich Klarheit und hatte den Mut, offen auszusprechen, was ich mir wünschte und was ich bereit war zu tun. Ich traf die Entscheidung für einen Neustart. Das war kein leichter Schritt. Doch Wachstum fordert immer seinen Preis.

 

Seit 1.11.2017 lebe ich nun in Hürben. Freunde, Arbeit, Kinder, Hobby... alles in der alten Heimat. Langsam, Schritt für Schritt lebte ich mich ein und jetzt fühle ich mich angekommen in meinem Leben. Belohnt werde ich jeden Morgen mit einem wunderschönen Sonnenaufgang direkt vor meinem Schlafzimmerfenster und dem Mann neben mir, der mich mit seinen strahlenden, blauen Augen so glücklich ansieht.

 

Natürlich gibt es noch viel zu tun. Das neue Arbeitsumfeld hier aufbauen, lernen, verändern, wachsen und gleichzeitig in der Beziehung wachsen und den neuen Weg gehen.

Es lohnt sich, an sich zu arbeiten und immer mehr Ballast in Form von alten Glaubenssätzen hinter sich zu lassen.

 

Ein Ritual, das mich in der Zeit der Veränderung immer unterstützt:

Mein Dankbarkeitsbuch. Wofür bin ich heute dankbar? Jeden Tag gibt es unzählige Dinge, für die ich dankbar bin. Und an Tagen, an denen es nicht so rund läuft lese ich dann, was alles Gutes in meinem Leben ist.